erfolgreiche Suche

… nach einer schöneren beziehungsweise passenderen Schriftart hierfür.
Ich bin soweit zufrieden.

parallel cover 1 (walkway semibold) wp

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Cover enthüllt

Nach der langen Pause zwischen den beiden letzten Updates, kann ich heute etwas enthüllen: nämlich das Cover des neuen Romans, das im Großen und Ganzen fertig ist. Eventuell kommen noch ein paar kleine Verbesserungen. Aber eher nur die Schrift ein paar Pixel nach links oder rechts, rauf oder runter, …

Und so sieht es aus:

Cover parallel

Das heißt im Umkehrschluss, dass oben ein neuer Menüpunkt dazukommt. Einer geht sich noch aus. Ab dem dritten Roman wird es wohl eine Lösung mit Untermenüs.

Es is a Wengal her, …

Ein Update aus der Höhle.

… dass ich das letzte Mal hier etwas geschrieben habe.

In der Zeit, die verstrichen ist, hat sich der Sommer gen Süden vertschüsst, ist der Herbst durchgerauscht, hat der Winter kurz vorbeigeschaut (ihm war zu kalt, daher ist er wieder weg) und die Uhren wurden umgestellt.

Ich wollte mit „parallel“ früher fertig werden. Scheinbar hat’s mir am Meer die Muse für den Roman davongespült, Im Herbst hat mich wieder die Uni okkupiert, und irgendwie war die Zeit schneller flott, als befürchtet habe.

Der Roman ist einigermaßen fertig. Zwei Kapitel sind es noch. Theoretisch nicht viel zu tippen, aber die Handlung will überlegt sein. Dazu das Cover …
„Es is’ a G’frett“, wie wir Wiener sagen. Laut wiener Sagen.

Ich fühle mich in etwa so, wie meine Katze damals, als sie nicht mehr vor & zurück wusste. Aber sehr selbst:

Nun steht aber der Jahreswechsel vor der Türe und ob wir wollen oder nicht, wir lassen ihn herein. Die meisten freuen sich auf ihn. Sie erhoffen Neues, wollen Altes vergessen machen oder gar vergessen wissen, schmieden Pläne oder einfach nur Vorsätze.

Ich hoffe, Ihr, meine lieben Leser, habt die Feiertage gut überstanden.
Ich für meinen Teil habe die vergangenen Tage so zusammengefasst:

Und gebe auch noch Ratschläge, damit ihr das neue Jahr auch wirklich erreicht.

so viele Hochzeiten und die Schuhe sind schon kaputt

Der zweite Abschnitt ist beendet.
Mein Protagonist saß vor der Prüfungskommission der Reifeprüfung. Matura, auf gut Österreichisch. Wie es ihm da ging? Vermutlich wie fast allen:

Und plötzlich war sie da, die große Prüfung.
Vierundzwanzig Schüler grübelten und schwitzten für Stunden über den seitenlangen Angaben und Aufgaben.
David fetzte seine Texte in grober Schrift aufs Papier. Es war ihm gleich, was rauskam. Positiv, so dachte er, wird es schon. Alles andere ist egal. Mathematik war das Angstfach schlechthin. Das Klischee kommt nicht von ungefähr. Seine Klassenkollegen schienen einigermaßen gut vorbereitet. Sein teils fragender, teils hilfesuchender Blick, den er durch die Klasse schweifen ließ, fing nur Personen ein, die über die Zettel gebeugt am Schreiben und Rechnen waren. David saugte sich Antworten aus den Fingern. Was halt mit »Kenne ich schon« im Hinterkopf möglich war.
Ähnlich erging es ihm in den naturwissenschaftlichen Fächern. Er antwortete, aber wie gut vermochte er nicht zu sagen.
Die Hitze, die von draußen durch die gekippten Fenster strömte, machte das Denken nicht einfacher.
Man fand sich sukzessive vor dem Klassenzimmer zusammen, diskutierte die Fragen und Antworten, und verglich sich miteinander.
David verließ nie als erster, aber auch nicht als letzter den Prüfungsraum. Er wollte unauffällig im Mittelfeld mitschwimmen. Zumindest, wenn es um den Zeitpunkt der Abgabe – oder besser Aufgabe – ging.
Zwei Wochen und ein halbes Dutzend Prüfungen später trudelten die Noten ein. Zu seiner Überraschung fielen Davids Ergebnisse nicht so schlimm aus, wie befürchtet. Das Mittelfeld ist es geworden. Mit ein paar soliden Dreiern ging er in die mündlichen Prüfungen.
Die hasste er genauso, wie er Beispiele an der Tafel rechnen, zeichnen oder aufschreiben hasste. Er stand im Mittelpunkt und sah sich schon im Vorfeld mit Angriffen konfrontiert, sie ihn theoretisch dazu bringen sollten, die Auseinandersetzung mit einem Thema zu verbalisieren. Theoretisch, denn unter Stress konnte er nicht denken. Er dachte nur an die Türe hinter sich. Und zu allem Überfluss saßen zwei Klassenkollegen mit im Raum, die sich ihrerseits auf ihre Prüfungen vorbereiten.
»Die reden sicher nachher«, dachte er sich, als er mit leisem Ton auf die Fragen antwortete.
Den genervten Blick des Prüfungsvorsitzenden hätte David auch im Finsteren lesen können. Aber David sprach in knappen Sätzen und entsprechend viele Nach- und Rückfragen gab es auch von Seiten der Lehrer.
Sein Magen rebellierte gegen jede Bewegung, die Nervosität ließ ihn über das Maß hinaus schwitzen, seine Atmung wurde flacher und schneller. Er ging prinzipiell bevor er dran war auf die Toilette. Nachher auch. Und nachher verweilte er die eine oder andere Minute länger. Es war nicht sehr angenehm, aber als Rückzugsort optimal. Hierher folgte ihm niemand. Hier war es ruhig. Er musste nur seine Gedanken bei sich halten.

Im nächsten und letzten Teil ist er endlich erwachsen und hat einen Job.
An den Details feile ich noch. Nur so viel sei verraten: Er schleppt seine Schulzeit immer noch mit sich herum.

Ich plane im Herbst fertig zu werden. Drei Dinge machen mir das Leben nur gerade nicht leicht: Erstens meine berufsbegleitende Ausbildung, zweitens mein Notebook, das zur Zeit wieder Zicken macht (laut interner Hardware-Diagnose ist es nicht die Hardware, also spinnt MacOS) und drittens ist im Brotberuf viel los, sodass ich tagsüber den Kopf nicht frei bekomme, was sich leider gelegentlich in die Abendstunden zieht.
(Womit wir bei der Überschrift wären. Ich tanze zur Zeit auf vielen Hochzeiten. Auf zu vielen, habe ich manchmal das Gefühl.)

Im Grunde müsste ich mich zusammenreißen und sechs Monate mit ganz wenig Schlaf auskommen – quasi „Augen zu und durch“ –, dann sollte es klappen. Schwierig wird es, wenn man gleichzeitig versucht vom Kaffee wegzukommen, den ich eindeutig in zu großen Mengen in mich hinein kippe.

ich lebe unter den Weilenden

Zunächst einmal:
Es war Lange Nacht der Bücher. Und ich war dabei.

Gelesen habe ich ausnahmsweise nichts. Vor allem nicht »(v)erleiden«. Aber: Ich habe ein Autogramm von Gunkl – alias Günther Paal – eingeheimst.

Dann bin ich ein Schreibutensilienfreak, wie man hier sehen kann.
Ich hatte ursprünglich ein sogenanntes Rollmäpchen, aber erstens über Dawanda bezogen und zweitens hatte es einen kleinen Nachteil. Die Plätze für die Stifte waren nicht tief genug, sodass auch die schöne Füllfeder und der Rollerball von Franz Zetzl auch hängen geblieben wären.

Daher musste ein neues her.
Und wer käme besser dafür in Frage, als meine Freundin?
Niemand. Also machten wir uns dran.

Und zu guter Letzt ist in »parallel« auch etwas weiter gegangen.
Ich verrate nur nicht, ob dieser Teil vor oder nach jenem Auszug kommt.

David saß allein daheim, seine Mutter war noch in der Arbeit, der Fernseher tat sein Bestes, David zu bespaßen, und versagte. Lustlos, beinahe apathisch, beschäftigte sich David mit seinen Gebilden aus Lego. Er zerlegte sie und baute sie verändert wieder auf. Die Hände sind beschäftigt, die Tätigkeit kurzweilig, David wollte sich die Zeit vertreiben. Mehr noch: David wollte, dass die Zeit verschwindet. Es gab nichts, worauf er wartete, nichts worauf er sich kurzfristig freuen hätte können.
Jeder Blick auf die Uhr, auch wenn sie gefühlt Stunden auseinander lagen, bescheinigten ihm das Verstreichen von zwanzig, vielleicht dreißig Minuten.
In Gedanken sprang er von seinen Eltern, die sich stritten, zu Moritz, dem er seine Wut gerne an den Kopf werfen würde.
»Was passt dir auf einmal nicht an mir?«
»Wir haben die meiste Zeit gemacht, was du wolltest!«
»Arschloch!«
Seine Hände begannen zu zittern. Seine Tätigkeit litt darunter. Er fühlte seine Konzentration schwinden. Aus dem Fernseher kam Kinderprogramm, etwas, das ihn zusätzlich ärgerte, denn er empfand es als monotone Hektik, bunt, rasch, doch immer das Gleiche.
Seine Gedanken boten keinen Schutz vor der Wirklichkeit, die Wirklichkeit keine Ablenkung von seinen Gefühlen.
David spürte, wie sein Puls stieg. Seine Hände hatte er kaum mehr unter Kontrolle. Er artikulierte seine Wut nicht mehr in Gedanken, sondern laut und immer lauter. Bis er seinen Schreibtisch anschrie.
»Scheiß Welt! Ich hab euch nichts getan!«
Seine Haut, seine Gelenke, seine Knochen fühlten sich … taub an. Sie verlangten nach einem Reiz. Er ballte die Hände zu Fäusten, vergrub die Fingernägel im Handballen, doch sie waren zu kurz geschnitten. Er verlangte nach Schmerz.
Kaum war das Verlangen in seinem Kopf aufgetaucht, knallte seine Fäuste gegen die Schläfen. Links, rechts, links, rechts, … Er schmiss alles, was er vor sich auf dem Tisch zu fassen bekam, in weitem Bogen auf den Boden.
Sein Kopf traf die Tischplatte.
Er stand auf, ging im Zimmer auf und ab, trat den Kasten und schlug mit dem Kopf dagegen.
Mit hochrotem Kopf und Tränen, die er schon im Auge spürte, sank er zu Boden.
David zog die Knie an den Körper, vergrub sein Gesicht und hielt die Hände schützend über den Kopf.
»Was haben die alle gegen mich?«
Der Satz verließ seinen Mund mit zitternder Stimme.
Minuten später blickten seine roten, glasigen Augen auf das Chaos in seinem Zimmer. Das Bewusstsein, dass hier einiges zerstört und für immer verloren am Boden lag, verursachte Bauchschmerzen.

Ja, ich schreibe noch

Ich weiß, ich habe schon länger nichts von mir hören … äh, lesen lassen. Hören schon, bin im Brotberuf Anrufbeantworter, aber zu lesen gab es nix.

Das liegt hauptsächlich daran, dass ich an Buch Nummer Zwei arbeite. Schleppend, aber kontinuierlich. Ich gewähre einen kurzen Einblick:

Das Schweigen zwischen ihnen war von gellender Wolllust geprägt. Jedes unausgesprochene Wort formulierte die erotische Spannung, die sich zwischen ihnen aufgeladen hatte.

»Ich muss nach Hause«, flüsterte Heidemarie, als sie sich David zuneigte. Inzwischen hatten sich all ihre Hände ineinander verkrallt.

»Ich weiß«, antwortete David.

Der anschließende Kuss schmerzte beinahe. Ihre Lippen trafen sich mit einer Heftigkeit, die zumindest David noch nicht kannte. Er löste seine Hände, packte Heidemaries Hüfte unter dem leichten Leibchen, das sie trug, und drückte sie an sich. Vermutlich stärker, als er beabsichtigt hatte. Sie umschlang seinen Hals so fest, dass sich David, selbst wenn er wollte, nicht von dem Kuss hätte lösen können.

Wie lange sie in dieser Position verharrten, vermochte keiner von beiden zu sagen. Heidemaries Straßenbahn allerdings war längst wieder abgefahren. Die nächste ließ noch etwas auf sich warten. Keinen Augenblick später küssten sie sich erneut.

David spürte sein inzwischen hartes Glied, das sich unweigerlich gegen Heidemaries Bein presste. Und auch, wenn sein Kopf mit anderen Dingen beschäftigt und diese Reaktion eigentlich natürlich war, war es ihm unangenehm.

Heidemarie ließ sich nichts anmerken. Sie küsste mit unverminderter Euphorie weiter und löste sich erst nach Luft schnappend, als David, der es irgendwie geschafft hat, auf ankommende Züge zu achten, mit einem Tippen auf die Schulter ihre Aufmerksamkeit umzulenken. Im Nachhinein betrachtet hätte sich David nicht vom Fleck gerührt und Heidemarie am Liebsten die ganze Nacht lang geküsst. Aber etwas in ihm war dann doch Gentleman genug, sie ziehen zu lassen, hatte sie doch bereits vor Minuten angemerkt, nach Hause zu müssen.

und

Sein erstes Mal hatte sich David anders vorgestellt. Er konnte nicht genau sagen, wie, doch mit Sicherheit nicht mit Heidemarie, nicht in ihrem Bett, nicht mit dieser Musik im Hintergrund. Die Atmosphäre roch nach Klischee. Nach dem »was man so hört«.

Seine Gedanken, seine Aufmerksamkeit wechselte von Heidemarie, die ihn eng umschlungen festhielt und küsste, zu seinen Händen und seinem Mund und dem, was er mit beidem spürte, zu dem, was er zu tun müssen glaubte.

Langsam entledigten sie sich ihrer Kleidungsstücke, bis sie sich am Ende splitternackt gegenüber saßen. David war seine Vorfreude anzusehen. Er empfand ein Gefühl der Scham. Diese wortwörtliche Entblößung war ihm in diesem Moment nicht geheuer. Zu offensichtlich war seine Zuneigung.

Keine Minute später klebten ihre Körper aneinander. Sachte spürte David Heidemarie. Er genoss den Moment, als er in sie eindrang, und ließ ihr Gesicht dabei nicht aus den Augen. Er wollte ihre Mimik lesen, wissen, was sie empfindet, wie sie ›dabei‹ aussieht.

Nach anfänglichem Zögern wurden ihrer beiden Bewegungen schneller und heftiger.

David kam es nicht einmal wie Minuten vor, als er mit einem heftigen Atemstoß seinen Höhepunkt verkündete. Er genoss aber die Bewegung und das Gefühl, das mit ihr einher ging, zu sehr, um einfach aufzuhören. Er stieß noch ein paar Mal zu.

Heidemarie drückte ihn, obwohl er schon auf ihr lag, noch fester an sich. Sie lächelte. Er küsste ihre Wangen, ihre Stirn, sie hinter den Ohren, ihren Hals, ihre Brüste, … David empfand eine Euphorie, die stärker war, als die körperliche Erschöpfung, die ihn versuchte zu übermannen.

In seinem Kopf rasten die Gedanken, die Gefühle. Mit jeder Faser seines Körpers wollte er Heidemarie festhalten, um sie auf ewig an sich zu spüren.

Was davor passierte, was danach kommt und ob Heidemarie auch in der Endfassung so heißen wird (ist sperrig, der Name), erfahrt ihr, wenn es der Roman ist.

(Und lektoriert wird diesmal g’scheit.)